Stillen beugt Asthma vor


Gestillte Kinder haben größere Lunge
Stillen beugt Asthma vor

Kinder, die als Babys Muttermilch bekamen, haben eine bessere Lungenfunktion als Flaschenbabys. Schweizerische Forscher stellten fest, dass gestillte Babys im späteren Leben freier atmen und eine größere Lunge haben. Dadurch sinkt ihr Risiko an Asthma zu erkranken.

Mütter mit Asthma sollten stillen

Die Forscher der Universität Bern ermittelten die Lungenfunktion und Lungengröße von 1.400 englischen Schulkindern. Darüber hinaus sammelten sie Daten über die Gesundheit der Mütter und erfragten, ob und wie lange die Mütter ihre Kinder stillten. 273 der Mütter waren asthmakrank. Die Forscher fanden heraus, dass die Lungenfunktion umso besser war, je länger die Mütter die Kinder stillten. Zudem war das Lungenvolumen der gestillten Kinder um durchschnittlich 180 ml größer. Laut Studienleiterin Claudia Kühni sei Stillen deshalb guten Gewissens zu empfehlen - erst recht asthmakranken Müttern. Denn bei einer guten Lungenfunktion sinkt das Risiko der Kinder, selbst an Asthma zu erkranken. Richtig dosiert, hat auch Asthma-Medizin während der Stillzeit keine Auswirkungen auf das Kind.

Spezielle Atmungstechnik

Die Wissenschaftler vermuten verschiedene Ursachen für den positiven Effekt der Milch. Stillen ist für Neugeborene anstrengender als das Trinken aus der Flasche. Deshalb ist die Lunge stärker gefordert – doch genau darin liegt der Trainingseffekt. Wahrscheinlich erfordert das Saugen an der Brust eine andere Atemtechnik, sodass die Babys beim Stillen ihr Lungenwachstum mechanisch stimulieren. Zusätzlich stecken in der Muttermilch Abwehrstoffe, die die Lungenfunktion stärken und das Kind in den ersten Lebensjahren vor Atemwegsinfektionen schützen.

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